30. Dezember 2017
 

Lungenkarzinom: Wie die Lebensqualität der Patienten verbessert werden kann

 

Bei einem Lungenkarzinom steht in aller Regel eine umfangreiche Therapie mit schweren Belastungen an: chirurgisch, medikamentös, radiologisch. Professor Dr. Stefan Fischer und Kollegen beschreiben die Details in ihrem Fachbuch "Interdisziplinäre Behandlung des Lungenkarzinoms". In seinem Beitrag zum Band rät Dr. Stefan Fruehauf zu entscheidenden zusätzlichen Maßnahmen, die die Lebensqualität verbessern können.

Fatigue, Schmerz, Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Dyspnoe sollten umfassend behandelt werden. Der Onkologe beschreibt die Modalitäten im Einzelnen. Annähernd alle Patienten mit Lungenkarzinom leiden unter Dyspnoe.

"Die symptomatische Behandlung der Dyspnoe umfasst nicht-pharmakologische und pharmakologische Optionen, die möglichst kombiniert werden sollten. Die nichtmedikamentösen Behandlungsoptionen umfassen Atemtraining und Beruhigungstechniken, Ventilatoren und Wirkstoffe. Es gibt verschiedene Atem- und Beruhigungstechniken. Diese verfolgen in erster Linie das Ziel, dass der Patient trotz seiner Atemnot flach atmet und Kontrolle über seine Atmung erlangt, um die Dyspnoe nicht durch Angst und Panik weiter zu verschlechtern. Zu diesen Techniken gehören beispielsweise die Lippenbremse, das Atmen in den Bauch, zusammen mit einem Partner, sowie Atemtechniken aus der kognitiv-behavioralen Behandlung.

Die Zufuhr von frischer oder kälterer Luft wird von Dyspnoe-Patienten oft als wohltuend empfunden. Daher werden immer häufiger Ventilatoren eingesetzt. Patienten, die eine Gehhilfe verwenden, weisen neben einer längeren Gehstrecke auch eine Besserung der Dyspnoe auf. Dieser Effekt lässt sich wahrscheinlich darauf zurückführen, dass durch das Abstützen der Arme auf der Gehhilfe die an der Atmung beteiligten Muskeln und auch die Beinmuskeln entlastet werden.

Opioide (z.B. Morphium) und Bezodiazepine sind die erste Wahl in der medikamentösen Behandlung der Dyspnoe ..."
 

   

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